Teknisk tekst (tysk)

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Funktion und Komponenten eines Langzeitbeatmungsgerätes

 
Für die technische Realisierung eines Langzeitbeatmungsgerätes bedarf es verschiedene Systemkomponenten, deren Anordnung in Abb. 21.2 schematisch dargestellt ist.

 
- Energieversorgung: Um ihre Funktion erfüllen zu können, benötigen Beatmungsgeräte elektrische Energie, Sauerstoff und Druckluft. Die Versorgung der Geräte erfolgt im Regelfall über eine externe Spannungsquelle sowie über die zentrale klinische Gasversorgung [...].
 
- Der Gasmischer ermöglicht es dem Anwender, die Sauerstoffkonzentration des Inspirationsgases zwischen 21 und 100 Vol.-% zu variieren. [...]
 
- Der Druck- bzw. Flowgenerator hat die Aufgabe, das vom Gasmischer bereit¬gestellte Mischgas entsprechend der an der Bedieneinheit eingestellten Beatmungs¬parameter zu dosieren. [...]
 
- Das Atemsystem bildet die Schnittstelle zwischen dem Patienten und dem Beatmungsgerät. Klinische Langzeitbeatmungsgeräte werden üblicherweise über einen Inspirations- und einen Exspirationsschlauch mit dem Patienten verbunden (Zwei- Schlauchsystem). [...]
 
- Atemgasanfeuchter dienen der Erwärmung und der Befeuchtung des Inspira¬tionsgases. [...]
 
- [...] Exspirationsventil [...]
 
- Die Bedien- und Anzeigeeinheit bildet die Schnittstelle zwischen dem Beatmungs¬gerät und dem Anwender. [...]
 
- Die Überwachungs- und Alarmeinrichtung wacht darüber, dass die an der Bedien- und Anzeigeeinheit eingestellten Beatmungsparameter tatsächlich zur Anwendung gelangen. Gleichzeitig macht sie den Anwender durch akustische und optische Alar¬mierung auf kritische patientenseitige Veränderungen oder technische Betriebsstörrungen aufmerksam.[…]
 
- Das Patientenmonitoring überwacht die Vitalfunktionen des Patienten. [...]
 
Das Funktionsprinzip eines Langzeitbeatmungsgerätes ist in Abb. 21.3 dargestellt.
 
Ein kontrollierter Beatmungszyklus wird in diesem Beispiel durch das Verschließen des Exspirationsventils eingeleitet. Das Beatmungsgerät öffnet im nächsten Schritt das Mischersystem HPSV, das die korrekte Gasmischung und –dosierung gewährleistet.
 
Die Gaslieferung wird eingestellt, sobald das vom Anwender vorgegebene Abschaltkriterium erfüllt wurde (Tidalvolum oder Inspirationsdruck). Nach Ablauf der vom Anwender gewähl¬ten Inspirationszeit erfolgt die Umschaltung auf Exspiration durch Öffnung des Exspira-tionsventils. Das Exspirationsgas strömt aufgrund des Druckgefälles zum atmosphärischen Druckniveau in Richtung des Exspirationsventils und verlässt das Atemsystem über den nach¬geschalteten Flowsensor.
 
[...]
 
Quelle: Auszug aus Kramme, R. (Hrsg.) 2007: Medizintechnik  ̶  Verfahren  ̶  Systeme  ̶ Informationsverarbeitung. S. 379-382. Springer. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
 

 

Lagt ut 28.05.2009